Wie verbessern multikulturelle Gruppen das psychische Wohlbefinden älterer Migrant:innen?

Wie verbessern multikulturelle Gruppen das psychische Wohlbefinden älterer Migrant:innen?

Das psychische Wohlbefinden älterer Menschen, die aus anderen Ländern stammen, hängt oft von ihrer Fähigkeit ab, sich anzupassen und angesichts von Herausforderungen positiv zu bleiben. Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie diese Personen ihr psychisches Gleichgewicht wahrnehmen und wie gemeinsame Aktivitäten sie unterstützen können. Während der pandemiebedingten Lockdowns trafen sich Senior:innen aus über vierzehn Ländern wöchentlich online. Ihre Gespräche und Zeugnisse zeigen, dass ihr Wohlbefinden vor allem von ihrer Resilienz, ihrem Optimismus und ihrem Gefühl der Erfüllung abhängt. Die mit Migration verbundenen Schwierigkeiten, wie Isolation oder familiäre Spannungen, mindern jedoch häufig ihre Zufriedenheit in sozialen Beziehungen.

Für diese Menschen sind Gelassenheit und Positivität entscheidend. Sie sind der Meinung, dass ihre Lebenserfahrung und ihr Migrationsweg ihre Fähigkeit stärken, Stress zu bewältigen und Trost in einfachen Aktivitäten zu finden. Künstlerische Workshops wie Tai-Chi oder Tanz spielten eine Schlüsselrolle, indem sie sprachliche und kulturelle Barrieren überwanden. Diese gemeinsamen Momente in der Gruppe schafften ein Gefühl der Zugehörigkeit und inneren Ruhe, selbst auf Distanz.

Die Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Kulturen förderten auch die gegenseitige Hilfe und das voneinander Lernen. Die Teilnehmer:innen betonten, dass diese Austausche ihnen halfen, ihre Situation besser zu akzeptieren und sich weniger allein zu fühlen. Die Leiter:innen dieser Gruppen erleichterten durch vielfältige und zugängliche Aktivitäten die Vernetzung und stärkten das Selbstvertrauen. Manche entdeckten sogar neue Leidenschaften oder verbesserten ihre digitalen Fähigkeiten, was ihren Alltag bereicherte.

Die Studie zeigt, dass digitale Tools wie Videokonferenzen es ermöglichten, diese Verbindungen trotz der Einschränkungen aufrechtzuerhalten. Die Teilnehmer:innen schätzten die Regelmäßigkeit der Treffen und die Wohlwollendheit der Gruppe, die ihnen einen Raum bot, sich ohne Bewertung auszudrücken. Diese gut organisierten multikulturellen Initiativen trugen somit dazu bei, ihre Lebensqualität und psychische Gesundheit zu verbessern.

Die Ergebnisse legen nahe, dass die Begleitmaßnahmen für ältere Migrant:innen von diesen Ansätzen inspiriert sein könnten. Die Integration künstlerischer Aktivitäten und interkultureller Austauschräume würde ihren Bedürfnissen besser gerecht werden. Diese einfachen und menschlichen Lösungen erinnern daran, dass Wohlbefinden nicht nur von medizinischer Versorgung abhängt, sondern auch von Solidarität und kollektiver Kreativität.


Nos références

Référence originale

DOI : https://doi.org/10.1007/s12062-025-09522-8

Titre : Mental Wellbeing from the Perspective of Older People from Culturally Diverse Backgrounds

Revue : Journal of Population Ageing

Éditeur : Springer Science and Business Media LLC

Auteurs : Qian Fang; Karen R. Fisher; Sylvia Liu; Justine M. Gatt

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