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Arbeit bleibt eine Herausforderung für Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen in Spanien
In Spanien haben Menschen, die an Schizophrenie oder bipolaren Störungen leiden, weiterhin große Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass sich ihre Situation trotz begrenzter Fortschritte zwischen 2018 und 2023 weiterhin deutlich schlechter darstellt als die von Personen mit anderen Gesundheitsproblemen. Im Jahr 2023 arbeiteten nur 15 % der Menschen mit Schizophrenie, im Vergleich zu 38 % bei denen mit bipolarer Störung, während dieser Anteil in der Allgemeinbevölkerung bei 63 % lag.
Invaliditätsrenten, die oft aufgrund von Arbeitsunfähigkeit gewährt werden, betrafen fast die Hälfte der Menschen mit Schizophrenie und mehr als ein Viertel derer mit bipolarer Störung. Dennoch sind diese Zahlen im Laufe der Jahre gesunken: von 62 % auf 49 % bei Schizophrenie und von 37 % auf 26 % bei bipolarer Störung. Dieser Rückgang ist jedoch nicht auf eine tatsächliche Verbesserung der beruflichen Eingliederung zurückzuführen, sondern eher auf administrative Änderungen. Tatsächlich ist eine Kategorie, die weniger klare Status wie die Zugehörigkeit zu Sonderregelungen oder undefinierte Klassifizierungen umfasst, stark angestiegen. Diese Entwicklung könnte mit einer Rechtsreform aus dem Jahr 2021 zusammenhängen, die das Konzept der Arbeitsunfähigkeit durch ein Modell ersetzt hat, das auf der Unterstützung bei der Entscheidungsfindung basiert und damit die Art und Weise verändert hat, wie diese Personen eingestuft werden.
Die beobachteten Trends zeigen auch, dass Männer und Frauen ähnliche Verläufe in Bezug auf Beschäftigung aufweisen, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Die wirtschaftliche Inaktivität ist bei Frauen, unabhängig von der Diagnose, schneller gesunken. Dies deutet darauf hin, dass Frauen, obwohl sie mit spezifischen Hindernissen wie familiären Verantwortlichkeiten oder Diskriminierung konfrontiert sind, möglicherweise von deutlicher ausgeprägten Übergängen aus dem Arbeitsmarkt oder in andere Status profitieren konnten.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass trotz Fortschritten in der psychischen Gesundheitsversorgung und der allgemeinen Verbesserung des Arbeitsmarktes in Spanien die Kluft bestehen bleibt. Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen bleiben am Rande der Beschäftigung, was eine anhaltende funktionelle Belastung widerspiegelt. Die beobachteten Fortschritte, obwohl real, reichen nicht aus, um diese Lücke zu schließen. Die Invaliditätsrenten sind zurückgegangen, doch dieser Rückgang scheint eher auf administrative Anpassungen als auf eine echte berufliche Integration zurückzugehen. Somit begrenzen strukturelle und soziale Barrieren weiterhin den Zugang zur Arbeit für diese Bevölkerungsgruppen.
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Nos références
Référence originale
DOI : https://doi.org/10.1007/s00406-026-02279-x
Titre : Employment trends in schizophrenia and bipolar disorder in Spain: a nationwide register-based study (2018–2023)
Revue : European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience
Éditeur : Springer Science and Business Media LLC
Auteurs : Vicent Llorca-Bofí; Gerard Anmella; Daniel Guinart; Catalina Paredes-Coronel; Diego Hidalgo-Mazzei; Eduard Vieta; Miquel Bioque