{"id":23,"date":"2026-03-26T00:20:09","date_gmt":"2026-03-25T23:20:09","guid":{"rendered":"https:\/\/foundationofpsychology.com\/de\/2026\/03\/26\/kann-die-gewichtsbezogene-stigmatisierung-in-der-gesundheitsversorgung-und-begleitprogrammen-verringert-werden\/"},"modified":"2026-03-26T00:21:47","modified_gmt":"2026-03-25T23:21:47","slug":"kann-die-gewichtsbezogene-stigmatisierung-in-der-gesundheitsversorgung-und-begleitprogrammen-verringert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/foundationofpsychology.com\/de\/2026\/03\/26\/kann-die-gewichtsbezogene-stigmatisierung-in-der-gesundheitsversorgung-und-begleitprogrammen-verringert-werden\/","title":{"rendered":"Kann die gewichtsbezogene Stigmatisierung in der Gesundheitsversorgung und Begleitprogrammen verringert werden?"},"content":{"rendered":"<h1>Kann die gewichtsbezogene Stigmatisierung in der Gesundheitsversorgung und Begleitprogrammen verringert werden?<\/h1>\n<p>Menschen mit \u00dcbergewicht oder Adipositas sind h\u00e4ufig negativen Einstellungen und diskriminierendem Verhalten aufgrund ihres \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbildes ausgesetzt. Diese Erfahrungen, insbesondere in medizinischen Einrichtungen und Begleitprogrammen, k\u00f6nnen ihre psychische und k\u00f6rperliche Gesundheit beeintr\u00e4chtigen. Manchmal f\u00fchren sie sogar dazu, dass Betroffene aus Angst vor Bewertung oder schlechter Behandlung medizinische Versorgung meiden. Ein Team aus Forschern und Fachleuten hat ein Instrument entwickelt, um Pflegekr\u00e4ften zu helfen, solche Diskriminierungen zu reduzieren.<\/p>\n<p>Dieser Praxisleitfaden enth\u00e4lt neun zentrale Empfehlungen. Er betont zun\u00e4chst die Schulung von Gesundheitsfachkr\u00e4ften. Diese sollte Vorurteile in Bezug auf Gewicht, Klischees \u00fcber Adipositas und die Bedeutung einer respektvollen Sprache thematisieren. Die verwendeten Worte und die in Informationsmaterialien gezeigten Bilder sollten keine Stereotype verst\u00e4rken. Zum Beispiel sollten Menschen mit unterschiedlichen K\u00f6rperformen dargestellt und negative Klischees vermieden werden.<\/p>\n<p>Auch die physische Umgebung spielt eine entscheidende Rolle. Wartezimmer, medizinische Ger\u00e4te und Beratungsr\u00e4ume m\u00fcssen f\u00fcr alle K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfen und -formen geeignet sein. Waagen sollten an diskreten Orten platziert werden, und das Personal sollte immer die Zustimmung der Person einholen, bevor es sie wiegt. Ebenso wichtig ist es, mit den Betroffenen Gesundheitsziele zu besprechen, die \u00fcber Gewichtsabnahme hinausgehen, wie die Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t oder der k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Ber\u00fccksichtigung der psychischen Gesundheit. Erfahrungen mit Stigmatisierung k\u00f6nnen zu Angst, Depressionen oder Essst\u00f6rungen f\u00fchren. Der Leitfaden empfiehlt daher, diese Risiken systematisch zu bewerten und bei Bedarf an Spezialisten zu \u00fcberweisen. Er r\u00e4t auch dazu, Patienten dabei zu unterst\u00fctzen, verletzende Bemerkungen oder diskriminierende Situationen im Alltag besser zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wird empfohlen, regelm\u00e4\u00dfig Feedback von Patienten zu ihren Erfahrungen einzuholen. Dies erm\u00f6glicht es, die Praktiken anzupassen und die Versorgung respektvoller zu gestalten. Das Ziel ist nicht nur die Behandlung des Gewichts, sondern die Betrachtung der Person in ihrer Gesamtheit unter Ber\u00fccksichtigung ihrer Bed\u00fcrfnisse und Schwierigkeiten.<\/p>\n<p>Dieser Leitfaden wurde von Expert:innen und Betroffenen validiert. Er zeigt, dass konkrete Ver\u00e4nderungen in der Organisation der Versorgung die sch\u00e4dlichen Auswirkungen von Stigmatisierung verringern k\u00f6nnen. Durch die \u00dcbernahme dieser Praktiken tragen Fachkr\u00e4fte zu einer menschlicheren und effektiveren Begleitung bei.<\/p>\n<hr>\n<h2>Nos r\u00e9f\u00e9rences<\/h2>\n<h3>R\u00e9f\u00e9rence originale<\/h3>\n<p><strong>DOI\u00a0:<\/strong> <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41366-026-02045-y\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41366-026-02045-y<\/a><\/p>\n<p><strong>Titre\u00a0:<\/strong> Development and validation of the EDIT weight stigma reduction checklist<\/p>\n<p><strong>Revue : <\/strong> International Journal of Obesity<\/p>\n<p><strong>\u00c9diteur : <\/strong> Springer Science and Business Media LLC<\/p>\n<p><strong>Auteurs : <\/strong> Xochitl de la Piedad Garcia; Kelly Cooper; Isabelle R. Jardine; Angela S. Alberga; Katherine E. Darling; Andrew J. Hill; Erica M. Howes; Alaina P. Vidmar; Jacqlyn Yourell; Natalie B. Lister; Hiba Jebeile; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kann die gewichtsbezogene Stigmatisierung in der Gesundheitsversorgung und Begleitprogrammen verringert werden? Menschen mit \u00dcbergewicht oder Adipositas sind h\u00e4ufig negativen Einstellungen und diskriminierendem Verhalten aufgrund ihres \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbildes ausgesetzt. Diese Erfahrungen, insbesondere in medizinischen Einrichtungen und Begleitprogrammen, k\u00f6nnen ihre psychische und k\u00f6rperliche Gesundheit beeintr\u00e4chtigen. 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